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Seminarbeschreibungen 1 & 2:

Aufgrund kleiner Seminargruppen mit begrenter Teilnehmerzahl, wird eine zeitnahe Anmeldung empfohlen.

Seminar 1

Der Bericht an den Gutachter- Neue Lust statt alter Frust"  (inkl. Nachbetreuung)

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Zeiten:
Samstag und Sonntag von je 10:00 - 18:30 Uhr 

Lernziele
Häufig empfinden wir das Verfassen des Antragsberichtes als mühsame und zeitraubende Arbeit. Es geht jedoch auch anders- wenn es uns gelingt, den Bericht zeitökonomisch zu verfassen und die Theorie prägnant auf den einzelnen Fall anzuwenden. Ziel des zweitägigen Wochenend-Seminars ist es, Ihnen die Fähigkeit zu vermitteln, die für den gutachterlichen Bericht notwendigen Inhalte aufs Wesentliche zu beschränken und sie dennoch individuell und konstruktiv zu gestalten. Gegenstand ist das Richtlinienverfahren der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (Erwachsene).

Inhaltsübersicht
Nach einer allgemeinen thematischen Einführung bildet die Schulung Ihres diagnostischen Blicks den roten Faden des Seminars: In Form des Einübens einer präzisen Erkennung und Formulierung der aktuell wirksamen unbewussten Konfliktdynamik, gemäß den Psychotherapie-Richtlinien, als "Herzstück" und Kern-Indikation für unsere tiefenpsychologisch fundiertes Therapieverfahren. Bei der Konflikt-Diagnostik werden Überlegungen der OPD sowie weitere Konzeptionen berücksichtigt. Im Seminar wird eine an die speziellen Anforderungen des Antragsberichts angepasste Konflikttabelle vorgestellt, die Ihnen als Arbeitshilfe die Konflikt-Diagnostik nachhaltig erleichtert. Anhand von Fallbeispiele werden theoretische Zusammenhänge anschaulich und lebendig aufgezeigt. Sie bekommen so die Möglichkeit, Ihre theoretischen Kenntnisse auch praxisnah zu vertiefen.

Struktur/ Didaktik:
Das Seminar ist zweigeteilt: Am ersten Tag bilden neben einer allgemeinen Einführung ins Thema, die speziell ausgearbeiteten Arbeitshilfen zum Antragsberichts den Schwerpunkt, die wir am zweiten Tag intensiv anwenden werden. Bestandteil der ausgehändigten umfangreichen Hand-Out-Materiallien ist eine Sammlung über mehrere Jahre entwickelter Arbeitshilfen: Neben unterschiedlichen Orientierungstabellen (zu Grundkonflikten und Neurosenstrukturen usw.) umfasst dies -als Kernstück- die sog. pro-bericht- Konflikttabelle (als praxisnahe Berichtshilfe) mit einer hierauf speziell abgestimmnten Schreibanleitung, auch zum Verfassen der Psychodynamik. Ein weiterer besonderer Bestandteil dieser didaktischen Hilfen ist eine eigens entworfene "Psychodynamik"- Animation, welche sich bei den Kursteilnehmern bislang einer großen Beliebtheit erfreute. Diese Animation illustriert sehr anschaulich, wie Grundkonflikt, Neurosenstruktur, Auslöser, Aktualkonflikt und Symptombildung miteinander verwoben sind und arbeitet dabei die Bedeutung der o.g. Faktoren innerhalb des psychodynamischen Kräftespiels detailliert heraus. Bei vielen Teilnehmern stellt sich hierdurch das Gefühl ein, die Komplexität der Zusammenhänge erstmals richtig verstanden zu haben und sie so dauerhaft anschaulich verinnerlichen zu können.


Darüberhinaus werden wir anhand von Praxisbeispielen eigene konkrete Formulierungsvorschläge im Seminar erarbeiten. Ferner erwartet Sie auch die Behandlung von u.a. differential-indikatorischen Fragestellungen sowie des Behandlungs-Fokus. (Fragen und Tipps speziell im Zusammenhang von Antrags-Ablehnungen oder Nachbesserungen behandelt unterdessen das andere Seminar schwerpunktmäßig; s. unten.) 

Je nach Wunsch und Gruppenzusammensetzung können die neuen Arbeitsmaterialien auch anhand selbst mitgebrachter Fälle am 2. Tag des Seminars im Rahmen der Einzelarbeiten von den Teilnehmern  praxisnah erprobt und angewandt werden.  So erhalten Sie unmittelbares Feedback und Antworten auf Ihre Fragen. Es wird unterdessen darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Seminar nicht um eine Fallsupervision handelt. Schwerpunktmäßig geht es anhand ausgewählter didaktischer Materialien, um das Einüben  der neuen Schreibmethode und das Anwenden des neuen "Werkzeugkoffers", mit dem Ziel den diagnostischen Blick schneller zu schulen und den Antragsbericht zielführender und zeitsparender zu verfassen. 

Zusammenfassung:
Während des Seminars erleben wir, wie die bereits erhobenen Patientendaten sowie bisherigen Erfahrungen vom Therapeuten noch einmal gedanklich geordnet und gegenüber einer dritten Person, dem Gutachter, reflektiert werden. Auf diese Weise können die Planungs- und Strukturierungsmöglichkeiten der eigenen Therapie sinnvoll erweitert werden.


Entdecken Sie die Freude, wenn es Ihnen gelingt, die Theorie prägnant auf den einzelnen Fall anzuwenden sowie Selbst- und Patienten-Wahrnehmungen kritisch zu reflektieren. Statt den Bericht an den Gutachter als Last zu empfinden, gewinnen Sie hierüber ein besseres Verständnis und größere Klarheit für Ihr eigenes therapeutisches Behandlungskonzept.

In meinem Seminar erhalten Sie die Chance, das Erstellen des gutachterlichen Berichts als Hilfe der Selbstreflexion konstruktiv zu nutzen und die inhaltlich-fachlichen Kriterien für den Bericht richtig anzuwenden. Auch geht es darum, Ihnen eine neue Sicht auf den Bericht an den Gutachter zu vermitteln.

Sie erhalten zudem zur Vertiefung der Lehrinhalte während des Seminars zahlreiche Hand-Outs und Übungen.

 

(Das Seminar ist nicht geeignet für Psychotherapeuten mit Aversionen gegen strukturierende Arbeits-Materialien.)

Machen Sie sich anhand der Teilnehmer-Feedback einen genaueren Eindruck vom Seminar.  

 

 

Genaue Tagesstruktur:
Detailliert je Samstag und Sonntag:

10:00 bis 11:30 Uhr Block 1
11:30 bis 12:00 Uhr erste Kaffee-Pause
12:00 bis 13:30 Uhr Block 2
13:30 bis 15:00 Uhr Mittags-Pause
15:00 bis 16:30 Uhr Block 3
16:30 bis 17:00 Uhr zweite Kaffee-Pause
17:00 bis ca. 18:30 Uhr Block 4


Ort:
Seminarraum im modernen Tagungshotel

DidDidaktik
Interaktiv sowie Gruppenarbeit.


Literatur

Boessmann, U. (2004). Psychoanalytisch und tiefenpsychologisch fundierte Berichte an den Gutachter schnell und sicher schreiben (9. Aufl.). Bonn: Deutscher Psychologen Verlag.
·

·          Boessmann, U. & Remmers, A. (2008): Behandlungsfokus. Psychodynamische Therapieplanung. Deutscher Psychologen Verlag, Bonn.

·          Ermann, M. (2004): Die tiefenpsychologisch fundierte Methodik in der Praxis. Die Spezialisierung des psychodynamischen Ansatzes in der Richtlinienpsychotherapie. In: Forum Psychoanal, 20: 300-313.

·          Wöller, W. & Kurse, J. (2001): Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Basisbuch und Praxisleitfaden. Schattauer, Stuttgart.

·          Arbeitskreis OPD (Hrsg.) (2006): Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik OPD-2. Huber, Bern. 

      Faber, F. R. & Haarstrick, R. (2008): Kommentar Psychotherapie-Richtlinien. 8. Aufl., Urban & Fischer, Elsevier. 


Zielgruppe
Vertragspsychotherapeuten für Erwachsene in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie

Akkreditierung
Die Veranstaltung ist mit Fortbildungspunkten akkreditiert. Genaueres sehen Sie unter Fortbildungspunkte



Nachbetreuung
Außerdem biete ich Ihnen nach Abschluss des Seminars die Möglichkeit, einen von Ihnen verfassten gutachterlichen Bericht kostenlos einzusehen und Ihnen ein individuelles Feedback mit eventuellen Optimierungsvorschlägen zu geben. (Auf Wunsch per Telefon oder per E-Mail)

 

Seminar 2
„Bericht abgelehnt- was nun?“
 
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Zeiten:
Samstags von 10:00 - 19:00 Uhr

Lernziele
Nutzenbringendes Verstehen und zielführendes Überarbeiten abgelehnter und nachzubessernder Antragsberichte (in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, Erwachsene)

Inhaltsübersicht
„Kommt mein Antrag durch?“ Diese häufig bange Frage, beschäftigt regelmäßig jeden niedergelassenen Vertragspsychotherapeuten im Alltagsgeschäft. Eine negative Stellungnahme des Gutachters kränkt zunächst und ist schmerzlich zu verkraften. Was also tun, wenn der Gutachter a.) Nachbesserungen anfordert, b.) nur reduzierte Stunden genehmigt oder c.) gar „das Kind in den Brunnen gefallen ist“ und aufgrund einer Ablehnung ein unliebsames Obergutachterverfahren fällig wird?
In meinem Seminar vermittle ich Ihnen einen Überblick über die häufigsten Ablehnungsgründe, damit Sie ein Gespür für die populärsten Fallstricke beim Berichte-Schreiben entwickeln und sicherer im Verfassen künftiger Berichten werden. Neben diesem zunächst präventiven Wissen werden die von Ihnen vorgestellten Ablehnungs-Fälle gemeinsam diskutiert und Überarbeitungsvorschläge interaktiv und in angeleiteter Gruppen- bzw. Einzelarbeit erarbeitet. Sie gehen mit den zentralen, für Ihren Widerspruch erforderlichen Punkten nach Hause. Hier stehen die Fragen im Vordergrund, wie schreibe ich den (Ober-) Gutachter an, wie überarbeite ich meinen Bericht, wurde ich den Besonderheiten meines tiefenpsychologischen Verfahrens im Bericht hinreichend gerecht und konnte ich aus der Überarbeitung etwas Konstruktives für die Therapieplanung lernen? Darüber hinaus werden (externe) exemplarische Beispiele „guter“ und „schlechter“ Überarbeitungen vorgestellt und allgemein Wissenswertes im Zusammenhang von Ablehnungsverfahren vermittelt. Das Seminar richtet sich an Kollegen, welche offen sind, häufig festgefahrene Sichtweisen über das Gutachterverfahren zu lockern und im kollegialen Rahmen zu erweitern. Denn, wenngleich eine Überarbeitung eines abgelehnten Berichts auf den ersten Blick stets als lästige „Strafarbeit“ empfunden wird, besteht das Ziel des Seminars darin, eben diesen Mehraufwand auch als eine Chance zur Selbstreflexion und zur verbesserten Behandlungsplanung sinnvoll zu nutzen. Keiner macht dies gerne, aber hinterher sind wir immer „klüger“ und der nächste Bericht „sitzt“ dann noch besser!
(Das Seminar bezieht sich ausschließlich auf die tiefenpsychologisch fundierte Erwachsenen-Psychotherapie. Eine Bezugnahme auf die analytische Psychotherapie erfolgt nur indirekt, im Rahmen differentialindikatorischer Überlegungen.)

 

Ort:
Seminarraum im modernen Tagungshotel


Didaktik
Interaktiv sowie Gruppenarbeit


Literatur

Boessmann, U. & Jungclaussen, I. (erschienen Dez. 2009). Bericht abgelehnt! – Was nun? Bonn: Deutscher Psychologen Verlag.

Boessmann, U. (2004). Psychoanalytisch und tiefenpsychologisch fundierte Berichte an den Gutachter schnell und sicher schreiben (9. Aufl.). Bonn: Deutscher Psychologen Verlag.


Zielgruppe
Vertragspsychotherapeuten für Erwachsene in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie

Akkreditierung
Die Akkreditierung dieser Fortbildungsveranstaltung wird bei der jeweiligen Landespsychotherapeutenkammer für den fünfjährlichen Fortbildungsnachweis Psychologischer Psychotherapeut(inn)en beantragt werden. Informationen zum Bearbeitungsstatus erhalten Sie vor Seminarbeginn per Mail (bzw. auf dieser Seite). 


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Weitere Angebote

 Einzelcoaching: Antragsverfahren in  tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und analytischer Psychotherapie

Neben den o.g. Seminaren biete ich auch fachbezogenes Einzelcoaching an und schule Sie ganz individuell -auf Wunsch- auch bei Ihnen vor Ort.

Das Einzelcoaching bietet dabei im besonderen Maße die Möglichkeit, auf Ihre speziellen Bedürfnisse individuell einzugehen.

Bei Interesse an einem Einzelcoaching nehmen Sie bitte telefonisch oder per E-Mail mit mir Kontakt auf: 

Einzelcoaching
Gutachterverfahren tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie /
analytische Psychotherapie
Dipl.-Psych.
»Ingo Jungclaussen  
 
   
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